BN-Beitrag zum Ferienprogramm

Anfang August verbrachten 15 Kinder aus Ebern und Umgebung zwei erlebnisreiche Vormittage am Weißfichtensee und im angrenzenden Wald. Der Beitrag des BN Ebern zum Eberner Ferienprogramm verband dabei Spiel und Spaß mit spannenden Einblicken in die heimische Natur und die Zusammenhänge zwischen Mensch und Umwelt.

Geleitet wurden die Gruppen von Hedi Herbst und Wenzel Berninger. Mit viel Engagement und eigener Begeisterung vermittelten sie den Kindern, wie vielfältig die Natur vor der eigenen Haustür ist und warum es sich lohnt, sie zu schützen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). Dabei ging es nicht nur darum, Natur zu erleben, sondern auch darum, die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt zu verstehen.

Zu Besuch bei Biber Bernd
Am ersten Vormittag begleitete die Gruppe „Biber Bernd“ und bekam dabei einen besonderen Einblick in das Leben des fleißigen Baumeisters. Gemeinsam erkundeten die Kinder seine Biberburg am Weißfichtensee und erfuhren, welche wichtige Rolle Biber in natürlichen Kreisläufen spielen.
So sorgen Biberdämme dafür, dass Wasser länger in der Landschaft gehalten wird. Dadurch können sie zum Grundwasserschutz beitragen und in langsam fließenden, angestauten Gewässern die Artenvielfalt erhöhen. Auch bei starken Niederschlägen können Biberteiche dazu beitragen, Hochwasserwellen abzuschwächen.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass das Zusammenleben von Mensch und Biber nicht immer konfliktfrei ist. Insbesondere für die Landwirtschaft können überflutete Flächen oder veränderte Wasserläufe zum Problem werden. Die Kinder lernten so, dass Naturschutz häufig bedeutet, unterschiedliche Interessen miteinander in Einklang zu bringen.

Orientierung, Kräuter und ein selbstgebautes Shelter
Am zweiten Tag standen Orientierung und praktische Naturerfahrungen auf dem Programm. Die Kinder lernten, sich anhand der Bemoosung von Baumstämmen zu orientieren und Karten zu lesen. Außerdem ging es um die Frage, welche Pflanzen und Kräuter aus der Natur essbar sind.
Gemeinsam wurden Blüten und Kräuter gesammelt und anschließend zu Kräutersalz verarbeitet. Natürlich durfte auch eine Kostprobe nicht fehlen.
Zum Abschluss wurde es noch einmal handwerklich: Die Kinder bauten gemeinsam ein Shelter aus Naturmaterialien – einen einfachen Unterschlupf, der bei Wind und Regen Schutz bieten kann.

Mit vielen neuen Eindrücken und sichtlich großer Begeisterung für die Natur ging das Ferienprogramm schließlich zu Ende. Die Rückfahrt zum Treffpunkt in Ebern wurde noch einmal für einige lustige Momente genutzt. Dort warteten bereits die Eltern sehnsüchtig auf ihre Kinder – inzwischen zwar nicht mehr ganz sauber, dafür aber mit strahlenden Gesichtern und vielen Erlebnissen im Gepäck.

Wenzel Berninger, Hedi Herbst